Starke Konzepte

Starke Schule: Brücken zwischen Forschung und Schule

Früh übt sich, wer einmal Ingenieur werden will: Um den Ingenieurnachwuchs zu sichern, werden im Rahmen des MINT-Colleges die Kooperationen mit den Schulen der Region ausgebaut und vertieft. In einem neu geschaffenen Schülerforschungszentrum werden Brücken zwischen Forschung und Schule geschlagen, Schüler werden schon frühzeitig für technische und naturwissenschaftliche Themen begeistert. Auch bei dem beliebten Schülerprojekt Jugend forscht greift die Hochschule Schülergruppen künftig unter die Arme: Hier betreuen Fachleute der Hochschule die  forschenden Schüler, geben ihnen nützliche Tipps und stellen die passende Ausrüstung oder ihre Labore zur Verfügung. Zudem werden so genannte Bildungspartnerschaften mit Gymnasien in der Region abgeschlossen.
Vertraglich wird festgelegt, wie die wechselseitige Unterstützung von Schulen und Hochschule aussehen kann (Schüler erhalten Zugang zu Laboren etc.). In diesem Bereich werden durch die Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung verschiedene Kooperationen angestoßen, die nachhaltig dabei helfen sollen, Schülerinnen und Schüler für MINT-Fächer zu begeistern und so dem Fachkräftemangel in Deutschland und speziell am südlichen Oberrhein vorzubeugen. Ansprechpartnerin ist Nicole Diebold.

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Starker Start: Mentorenprogramm für Erstsemester

Mentoren, also Studenten höherer Semester, geben Studienanfängern (den „Mentees“) die erste Orientierung im Studium.

 

  • Wie organisiere ich am besten meinen Studienalltag?
  • Wie bereite ich mich auf Prüfungen vor?
  • Wo finde ich das Prüfungsamt?
  • Wie funktioniert die Oskarkarte?
  • An wen kann ich mich bei Problemen wenden?
  • Gibt es eine Anlaufstelle für Seiteneinsteiger?
  • Was läuft abends in Offenburg?

 

 Das und vieles mehr sind Fragen, bei denen die Mentoren den Studienanfängern weiterhelfen. Jedem Mentor ist dabei eine kleine Gruppe von Mentees zugeordnet. Die Treffen finden zu Beginn des Semesters organisiert statt (u.a. am Einführungstag). Später wird Ort und Zeitpunkt von den Gruppen selbst organisiert. Die Erfahrung zeigt, dass gerade in der 1. Phase eine intensivere Betreuung wichtig ist. In der zweiten Semesterhälfte genügt es vielen Studienanfängern, dass die Möglichkeit eines Kontaktes mit dem Mentor besteht. Organisierte Treffen sind aus ihrer Sicht dann nicht mehr notwendig. Trotzdem trifft sich erfreulicherweise eine ganze Reihe von Gruppen regelmäßig bis zum Ende des Semesters. 

„Die Men­to­rin­nen und Men­to­ren wer­den in einer re­gel­mä­ßi­gen Sprech­stun­de be­glei­tet, kön­nen sich bei Fra­gen je­der­zeit per E-Mail an uns wen­den und tau­schen sich bei Tref­fen un­ter­ein­an­der und mit den Or­ga­ni­sa­to­ren über ihre Er­fah­run­gen aus“, be­rich­tet Jacqueline Obermann, die das Men­to­ren­pro­gramm im Rah­men des MINT-Col­le­ges be­treut.

Mit­hil­fe der BMBF-För­der­maß­nah­me ist es ge­lun­gen, das seit 2009 be­ste­hen­de Men­to­ren­pro­gramm „Ein­stie­gING“ im Win­ter­se­mes­ter 2013/14 deut­lich aus­zu­bau­en. 62 Men­to­rin­nen und Men­to­ren der Hoch­schu­le Of­fen­burg aus praktisch allen Studiengängen haben sich be­reit­ er­klärt, Stu­di­en­an­fän­ger ihres jeweiligen Studiengangs zu un­ter­stüt­zen. So konn­ten am 27.9.2014 ins­ge­samt 856 >Stu­di­en­an­fän­ger den Men­to­rin­nen und Men­to­ren zu­ge­teilt wer­den.

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Starke Lehre: Ein Maßnahmenpaket

Das MINT-College fördert die Verbreitung vielfältiger Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität der Lehre in den MINT-Fächern. Zunächst liegt der Schwerpunkt der Maßnahmen auf der Phase des Studieneintritts und den ersten beiden Semestern.

Das MINT-College führt systematische Bestandsaufnahmen zur Situation der Lehre in den MINT-Grundlagenfächern durch, ermittelt Handlungsfelder und Lösungsvorschläge aus Sicht der Studierenden und der Lehrenden.

Der Erfahrungsaustausch wird durch das MINT-College gefördert, um erfolgreiche Ansätze zur Studierbarkeit der MINT-Fächer in die Breite zu tragen.  Zudem wird die Qualität in der Lehre konsequent evaluiert.

Curricula werden auf die Anforderungen des spezifischen Studiengangs hin optimiert. Die Steigerung des Anwendungsbezuges soll den Studierenden auch schon in den ersten Semestern den Sinn der Grundlagenfächer wie z.B. Mathematik verdeutlichen.

Die Mitarbeit im Arbeitskreis COSH (Cooperation Schule-Hochschule) dient dem intensiveren Austausch zwischen Schule und Hochschule. Um den Übergang Schule-Studium zu erleichtern, werden die Inhalte der Brückenkurse genauer an die Lehrpläne der Berufskollegs angepasst, der Anteil des aktiven Übens wird erhöht.

Zur Förderung der aktiven Auseinandersetzung mit den Lerninhalten und frühzeitiger Lernerfolge werden die Unterstützungsangebote für die Studierenden im Bereich der MINT-Grundlagen ausgebaut. Die Lehrangebote werden erweitert um betreutes Üben, unkomplizierte Hilfe im Lernzentrum, spezielle Stützkurse, Coachings und Angebote für Wiederholer. Begleitende Online-Materialien erleichtern passgenaue Trainingseinheiten, zeitnahe Leistungsdiagnostik und mobiles Lernen. e-Tutorials, e-Tutoren-Angebote und Vorlesungsaufzeichnungen erhöhen die zeitliche und räumliche Flexibilität der Lernangebote.

In vielen MINT-Themen wird der Ausbau des projektorientierten und semesterüberreifenden Lernens gefördert.

Außerdem werden die didaktischen Fortbildungsangebote für Lehrende erhöht. Über Arbeitskreise und Workshops wird der Ideenaustausch über Didaktik und innovativer Lehr-Lern-Ansätze gefördert.

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Starke Unterstützung : Brückenkurse, Beratung und E-Learning

Mathematik ist die Grundlage der MINT-Fächer. Doch nicht alle Studierenden sind auf dem gleichen Wissensstand, wenn sie an der Hochschule in Technikstudiengängen aufeinandertreffen. Daher bietet das Zentrum für Physik schon seit Langem bewährte Unterstützung in Mathematik, Physik und Chemie, um die Studierenden auf ein Niveau zu bringen. Bei den Angeboten für Studenten ist hierbei besonders das Lernzentrum zu nennen.

In den MINT-Fächern ist die Zahl der Studienabbrecher besonders hoch. Daher bietet das Career Center der Hochschule Offenburg die Beratung 
„Alternativen zum Studium“ an. Eine Beratung, die all jenen Studierenden dabei hilft, anstelle eines zu schweren Ingenieurstudium seinen passenderen Ausbildungsberuf im technischen Bereich zu finden. 

Barbara Meier und Michael Canz kümmern sich um die Ergänzung von Lehrveranstaltungen mit E-Learning-Angeboten. Ziel ist die aktive, kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Lerninhalten. Dabei werden besonders individualisierte Zugangswege berücksichtigt. Flankiert werden die Lernenden durch E-Tutoren, die die jeweils individuellen Lernprozesse unterstützen und dafür an der Hochschule in E-Learning-Kursen ausgebildet werden. Darüber hinaus werden durch zu entwickelnde Angebote Lehrende auf die Herausforderungen der zunehmenden Heterogenität vorbereitet.

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Starke Förderung: TOP-Programm und Gründerkolleg

Um be­gab­te Stu­die­ren­de aus den MINT-Fä­chern in be­son­de­rem Maße zu för­dern, startete im Wintersemester 2012/13 das „TOP-Pro­gramm“. Im Rah­men die­ses Pro­jekts wird ein Workshop-Programm zu wichtigen Schlüsselkompetenzen für den Beruf koordiniert. Teilnehmer/innen können zum Beispiel bei einem Rhetoriktraining an ihrer Ausdruckskraft feilen, erfolgreich verhandeln lernen oder die Grundlagen des Projektmanagements einüben.

Zusätzlich zu den Workshops werden auch ein „Coa­ching zum Be­rufs­ein­stieg“ und eine Sti­pen­dien­be­ra­tung an­ge­bo­ten. Jacqueline Obermann berät hier Stu­die­ren­de, wie sie sich er­folg­reich um ein Sti­pen­di­um be­wer­ben kön­nen. Bei der Information zu Stipendien hilft auch der Stipendien-Tag, der 2014 zum ersten Mal an der Hochschule Offenburg stattfand.

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